Wir leben in einer Zeit in der täglich mit Informationen bombardiert werden, die eingeordnet, verarbeitet werden wollen und dann je nach dem wie wir sie eingeordnet haben unser morgen bestimmen werden.
Vor ca. einer Dekade habe ich in einem gelesen, dass die Informationen einer Tageszeitung mehr seien als das was ein Mensch vor 150Jahren in einem Jahr verarbeitet hat. Dies ist nun Jahre her und die digitale Weiterentwicklung hat dazu geführt, dass die Flut an Informationen noch weiter zugenommen hat.

Zunehmend werden wir von dieser Flut und der Notwendigkeit, diese zu prüfen, überfordert. Während ich in meiner Schulzeit der Meinung war, dass wenn etwas gedruckt ist, es der Wahrheit entsprechen muss, stellt sich nun der Umgang wesentlich komplizierter dar. Fake-News, Lobbyisten, Fraktionen, Politiker, Verschwörungstheoretiker, Ignoranten, Menschen mit einem anderen kulturellen Background stellen mich ständig vor die Herausforderung, die Informationen einzuordnen.

Schauen wir uns die Problematik des Momentes an in dem wir leben. COVID-19 hat uns alle durcheinandergebracht. Die von der Politik gehörten Virologen alarmieren die ganze Zeit wegen der Gefahr des Virus. Nun gut, jetzt kann man hingehen und sie beschimpfen und ihnen Bosheit unterstellen oder wir schauen uns ihren Hintergrund an. Virologen studieren Viren, sie schauen sich an, wie zerstörerisch diese sein können, und seit Jahren warnen sie, auch bei jeder neuen Influenza-Welle, wie tödlich dies sein kann. Meiner Meinung nach hat sich hier nicht viel geändert. Was sich geändert hat, ist der Stellenwert, der Ihrer Stimme gegeben wird. Es wurde ein starker Fokus auf sie gesetzt und ihrer Stimme wurden Mikrofon und Lautsprecher gegeben.

Da Presse und Politik jetzt anders filtern als vorher, liegt es nun mehr an mir, diese Informationen einzuordnen.

Was ist mit unseren Politikern? Unsere Politiker wollen wiedergewählt werden und ihre Stimme und öffentliche Meinung ist stark von den sozialen Medien beeinflusst. Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Seitdem dieses chinesische Virus hier in Deutschland angekommen ist und die Grundrechte der Menschen eingeschränkt wurden, steigt die Zustimmung zur Regierung. Die CDU/CSU ist in den letzten Wochen auf längst vergessene Höhen bei den Umfragewerten gestiegen, was das Zurückrudern auf Grund von neuen Fakten so schwer macht. Ist dir aufgefallen, dass ständig die Fortschritte und fallenden Fallzahlen relativiert und neue Gefahren ausgemacht werden? Das liegt daran, dass die Regierung durch ihr Krisenmanagement bei der drohenden Gefahr eben diese hohen Umfragewerte erzielt hat. Wird jetzt deutlich, dass die Risiken stark sinken wächst die Sorge, dass auch die Umfragewerte wieder fallen. Sie wird also so kommunizieren und entscheiden, dass sie möglichst auch weiterhin vom „Retter-Image“ profitieren kann.

Solange es einigermaßen unzensierte soziale Medien gibt, sind sie eine Möglichkeit für uns, Einfluss auszuüben, denn alle Parteien haben Analysten, die sich mit den Themen der sozialen Medien auseinander setzen.

Die Presse berichtet tendenziös. Dies hat mindestens zwei Gründe:

  • Wem gehört das entsprechende Medium und welcher politischen Überzeugung hängt dieser an und
  • welche vorgaben macht er und was läßt sich verkaufen, bzw. was wird angesehen.

Dass wir immer reißerischere Überschriften und Berichterstattungen haben, liegt in erster Linie daran, dass Leute hier hinschauen und nicht wegschauen. 

Was bedeutet dies für mich? Ich kann nicht nur die Artikel lesen, sondern ich muss mir anschauen, wer schreibt und warum schreibt er so, wie er schreibt.

Diese Zeit ist für mich in vielerlei Hinsicht Augen öffnend. Da ich mir einige Pressekonfe­renzen angeschaut habe und danach die Berichterstattung darüber, kann man sehen, dass oft Informationen tendenziös weitergeben und andere Teile weggelassen werden. Wer sich nur auf wenige Quellen in der Berichterstattung verlässt, wird dann eine bestimmte Sichtweise auf die Umstände entwickeln.

Dann sollten wir die Kultur von uns Deutschen anschauen. Wir sind eher Pessimisten als Optimisten. Dies hat dazu geführt, dass wir hervorragende Dinge herstellen und „Made in Germany“ so hoch angesehen ist. Für uns geht es immer noch besser und es ist nie gut genug. Dies schlägt in sich auch in der Kommunikation nieder. Die Dinge werden lieber etwas dunkler dargestellt als zu viel Hoffnung zu machen.

Wenn man sich dies alles anschaut, kann das erschlagend sein. Und ist es auch. Deswegen versuchen viele Menschen dem zu entfliehen, wollen sich hiermit nicht beschäftigen, fliehen in Scheinwelten, Depression, schalten ab und vertrauen auf die Meinung von dem Einen oder Anderen.

Für uns Christen gibt es aber einen anderen Weg. Gott hat uns sein Wort gegeben als absoluten Kompass dem sich alle anderen Dinge unterordnen müssen.

Jesus sagt: Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! (Matthäus 6:33)

Wenn ich all diese Informationen nicht ein- bzw. unterordne, fangen sie an, Konfusion in mir frei zu setzen. Die Frage, die sich mir stellen sollte: „Herr wie baust Du Dein Reich in dieser Zeit und was sagt Dein Reich zu dieser Situation?“

Somit fange ich an, mich in dem zu bewegen, was Gott tut und nicht was die Umstände sagen.

Die Flut der Informationen strömt auf deine Seele und die Emotionen ein. Deine Seele wird einen Weg suchen, Frieden zu finden. Ist das Reich Gottes und die Person Jesus Christus nicht die Quelle dieses Friedens, wird sie sich aufmachen Sophismen und Glaubenssysteme in dir aufzubauen, so dass sie Frieden hat.

Dies ist etwas, was ich in den letzten Wochen sehr viel gesehen habe. Hier solltest du dich fragen: sind meine Gedanken im Einklang mit der Gerechtigkeit Gottes?

Die Krise ist gekommen und hat Menschen und Gemeinden in Schach gestellt. Gott ist nicht beunruhigt und hat einen Plan, der für dich in seiner Gegenwart zugänglich ist. Hierfür ist aber wichtig das du "Königreich zuerst" lebst.

Gott möchte deinen Fokus zurück auf sein Reich lenken, dass du dich darum kümmerst
und Er kümmert sich um all das, was du hierzu brauchst.

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